In der Woche nach dem Trainingslager stand zunächst ein Vortraining für den Lupo Cup auf dem Programm. Ergänzt durch drei externe Teams vom Weiher und Bodensee nutzten die 420er-Teams vom Frankfurter Yachtclub die Tage am Gardasee gezielt, um insbesondere ihre Starts weiter zu optimieren. Unter der Leitung von Chris Damm und Jan Henrik Klocke Vazquez wurden zahlreiche Startsequenzen trainiert, analysiert und wiederholt, um im stark besetzten Feld bestmöglich vorbereitet zu sein. Beim anschließenden Lupo Cup gingen die insgesamt sieben Crews an den Start.
Für die Seglerinnen und Segler galt die viertägige Regatta mit 108 Teilnehmern in erster Linie als Trainingsregatta mit dem klaren Ziel, Erfahrungen auf großen Regatten zu sammeln und dazuzulernen. Die Bedingungen stellten alle Teilnehmer mit teils sehr starkem Wind vor große Herausforderungen. Im Verlauf der Regatta konnten sich jedoch alle Teams kontinuierlich steigern und wichtige Erkenntnisse für die weitere Saison mitnehmen. Entsprechend zufrieden blicken Seglerinnen, Segler und Trainer gemeinsam auf die ereignisreichen Tage am Gardasee.
In der Woche vor Ostern absolvierte die 420er-Gruppe des Frankfurter Yachtclubs ein intensives Trainingslager am Gardasee. Mit vier Booten und insgesamt acht Kindern reiste das Team nach Italien, um sich gezielt auf die bevorstehenden Regatten vorzubereiten. Trainiert wurden die Seglerinnen und Segler von Chris Damm und Jan Henrik Klocke Vazquez. Der Fokus des Trainings lag vor allem auf ausgedehnter Wasserzeit und dem Sammeln wertvoller Erfahrungen bei deutlich stärkerem Wind, als es die Jugendlichen vom heimischen Revier in Frankfurt gewohnt sind.
Die konstanten Ora-Winde am Gardasee boten dafür die idealen Bedingungen und forderten die Crews sowohl seglerisch als auch konditionell. Insgesamt blicken die Teilnehmenden auf eine lehrreiche und intensive Woche zurück, in der sie große Fortschritte erzielen und als Gruppe weiter zusammenwachsen konnten.
Anfang April nahmen wir an der Lupo Cup 2026 im Circolo Vela Torbole am Gardasee teil. Mit über 100 gemeldeten Booten aus vielen Nationen zählt die Regatta zu den wichtigsten internationalen Events der 420er‑Klasse zum Saisonbeginn.
Für uns war es bereits die zweite Teilnahme an der Lupo Cup. Im vergangenen Jahr waren die Bedingungen jedoch eher untypisch für den Gardasee: viel Regen, graues Wetter und vergleichsweise wenig Wind. In diesem Jahr zeigte sich der Gardasee dagegen von seiner klassischen, aber sehr fordernden Seite.
An drei von vier Regattatagen segelten wir bei starkem Wind und ausgeprägter Welle. Besonders die Vorwindkurse mit Spi waren anspruchsvoll und erforderten viel Konzentration sowie gute Absprache untereinander und Arbeit mit dem Boot. Bei der Kreuz dagegen waren die Wellen ein Hindernis, da man sie gut ausfahren musste, um nicht die Geschwindigkeit zu verlieren.
Insgesamt konnten zehn Wettfahrten gesegelt werden. Bei so einem großen Pulk ist es besonders wichtig, vorne an der Startlinie zu stehen und rechtzeitig anziehen, um freien Wind zu haben und einen guten Start hinzubekommen. Nach dem Start ging es vor allem darum, die Position zu halten.
Am zweiten Regattatag entschieden wir uns nach einer weiteren sehr anstrengenden Wettfahrt, nicht mehr zur Letzten zu starten. Bei den gegebenen Bedingungen war es wichtig, die eigenen Kräfte realistisch einzuschätzen und sie auch zu schonen, um an den darauffolgenden Tagen weiter segeln zu können. Nicht nur der Wind und die hohen Wellen testeten unsere Ausdauer, sondern auch die Kenterungen während der Wettfahrt, bei denen es wichtig war das Boot aufzurichten und die Wettfahrt zu Ende zu segeln.
Rückblickend war der Lupo Cup 2026 weniger von Ergebnissen als von Erfahrung, Entwicklung und Teamarbeit geprägt. Es hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, auch unter Druck ruhig zu bleiben, Entscheidungen gemeinsam zu treffen und Verantwortung für Boot und Team zu übernehmen.
Wir bedanken uns beim Frankfurter Yachtclub für die Unterstützung sowie beim Circolo Vela Torbole und dem Organisationsteam des Lupo Cups für eine hervorragend organisierte Regatta und die fairen Bedingungen auf dem Wasser und freuen uns auf die nächsten Trainings und Regatten der Saison.
Beim Lake Garda Meeting, ausgerichtet vom Verein Fraglia Vela Riva, handelt es sich um nichts weniger als die mit Abstand größte Klassenregatta der Welt – dieses Jahr haben sich knapp über 1000 Teilnehmer aus rund 40 Nationen aus aller Welt eingefunden. Der FYC war mit Emile, Juan und Eike mit drei Teilnehmern dabei.
Die drei haben sich zuerst in vier Tagen Training (mit einem externen Trainerteam) an die dortigen kräftigen Windverhältnisse und die Wellen gewöhnen können. Der Tag fängt meist mit Vento aus Norden an, und dreht dann mittags auf Ora von Süden, die meist kräftig mit 20 Knoten und dann natürlich auch Welle daherkommt. An einem der Trainingstage ging nicht viel, da die Ora sogar mit knappen 30 Knoten wehte.
An den Regattatagen wurde in fünf Gruppen zu je knapp 200 Booten nacheinander gestartet – alle Teilnehmer verdienen den größten Respekt sich in dem entstehenden Gewimmel zurecht zu finden. Wir hatten einen grenzwertigen Tag mit ca. 25kn und zwei noch segelbare mit ca. 20kn – am letzten Tag, dem Finaltag, an dem die Gruppen nach aktuellem Ranking neu sortiert werden, war etwas weniger, der später noch abnahm, daher konnte nur noch das Gold Fleet und das Silber Fleet gestartet werden, wozu wir dieses Mal noch nicht gehört haben 😉
Es war ein tolles Erlebnis, die Kinder sind glücklich und um viele Erfahrungen reicher. Sie liegen alle dicht zusammen mit Plätzen knapp über 800, was in dem Feld völlig in Ordnung ist, hier ging es ausschließlich um Spaß und die Erfahrungen mit anderen Bedingungen – und vor allem dieser Masse an Booten. Auch das Wetter war größtenteils wirklich gut, das kann dort um diese Jahreszeit auch ganz anders sein. Es war also eine rundum gelungene Veranstaltung.
Vom 07.03.-20.03.2026 unternahmen wir, Christine & Kurt, unseren ersten außer-europäischen Törn. Eher per Zufall hatten wir zuvor von unserem Commodore gehört, dass er 30 Jahre zuvor im selben Revier unterwegs war. Wie er starteten wir in Le Marin auf Martinique und fuhren über Saint Lucia und Saint Vincent bis zu den Tobago Cays in den Grenadinen. 301 Meilen ergab die Addition des Logbuches, als wir wieder zurück in Le Marin waren. Die Marina in Le Marin hat ca. 900 Plätze und verfügt über eine Vielzahl von Läden rund um das nautische Geschäft. Aber natürlich auch Kneipen und Bars. Treffpunkt der Segler, die Bar L’Annexe.
Wir haben für diesen Törn eine Kabine auf einer Jeanneau 53 zum „Mitsegeln“ gebucht. Unsere Skipperin, Karin, kannten wir schon von einem Törn im Mittelmeer. Vervollständigt wurde die Crew von 2 weiteren Männern und einem Ehepaar aus Wien. „Mitsegeln“ bedeutete, dass die Crew das Boot fährt. Nur bei Anker- oder Hafenmanövern ging die Skipperin ans Ruder. Wir fuhren in einer Flotte von 2 Booten.
Nach der 2-stündigen Sicherheits-Einweisung ging es am 08.03.2026 um 12.30 h los. Von großem Vorteil war es, dass beide Skipper das Revier schon oft besegelt hatten und daher viele lokale Kontakte hatten. Zum Beispiel, in der einen oder anderen Bucht konnte man keine Boje reservieren. Die Kontakt-Leute legten dann einfach ihr Motorboot rechtzeitig an eine (bzw. 2) Boje(n) und das Problem war gelöst. Bis auf eine Ausnahme waren wir jeden Abend in einer anderen Bucht. Entweder lagen wir an einer Boje, oder wir ankerten; einmal auch mit Landleine.
In Saint-Lucia und in Saint-Vincent mussten wir jeweils ein- und ausklarieren, was die Skipperin erledigte. Diese Inseln haben ihre eigene Währung – East Caribbean Dollar – und nur in Bequai gab es einen ATM um Geld zu tauschen. Der Kurs zum Euro war 0,32.
Die Karibik, selbstredend, ist ein ideales Segelrevier. Der Wind weht meist aus Ost bis Nordost. Wir verzeichneten bis zu gut 30 Knoten (6-7 Beaufort), Wellen bis gut 3 Meter und auch einige Regenschauer; unsere gesegelte Topspeed: 9 Knoten. Auf dem Kurs, welchen wir fuhren, annähernd Nord – Süd, bzw. Süd – Nord, mussten wir nur wenig kreuzen und fuhren auf dem gesamten Törn nur eine einzige Halse. Auch hielt sich der Aufwand für den Segeltrimm in Grenzen. Motort wurde nur in der Abdeckung von Inseln.
Insgesamt steuerten wir 9 Buchten an; eine schöner als die andere. Aber am allerschönsten wohl die Tobago Cays. Für den Abend war ein Lobsteressen mit Abholung per Motorboot organisiert. Einer der Höhepunkte des Törns!
In einigen Buchten gingen wir an Land. Entweder um in einem Resto zu essen oder auch nur in einer Bar einen Punch zu genießen. Die Bars sind all sehr urig. Entsprechen keineswegs europäischen Standards – eher Bretterbuden – aber das Flair und die Drinks sind prima. Es ist wohl müßig, sich über den Rum in der Karibik auszulassen. Am urigsten war es bei Tony’s Bar in der Wallilabou Bay. Den Grund hierfür seht ihr auf einem Bild (Bar in Flammen). An den meisten Tagen wurde aber an Bord gekocht. Natürlich gingen wir in den Buchten schwimmen, respektive schwammen zur Insel. Und es gab wunderbare Sonnenuntergänge.
Die Wallilabou Bay diente auch als Kulisse für den Film „Pirates of the Caribbean“ (Fluch der Karibik) mit Johnny Depp. Man ließ dort in der Ankerbucht Wallilabou Bay an der Westküste der Insel Bootsstege und Gebäude als Kulissen fertigen. Einiges ist davon noch zu sehen.