Bericht von der JHV 2023 des FYC

Das Interesse der Clubmitglieder an der Jahreshauptversammlung des FYC, die traditionell am letzten Freitag im Januar stattfindet, war dieses Jahr wieder sehr groß. Nach einer Gedenkminute der Verstorbenen, den Ehrungen der langjährigen Mitglieder und der Danksagung an die ausscheidenden und zwischenzeitlich ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder, wurden die diesjährigen Clubmeister geehrt. Die Ergebnisse sind der Übersicht unter Regatta auf dieser Webseite zu entnehmen.

Die Berichte der Vorstände zu den Themen Vereinsentwicklung, Finanzen, Sport und Jugend waren den Mitgliedern schon im Vorfeld zugeleitet worden, sodass die verbalen Zusammenfassungen kurz gehalten werden konnten. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der FYC in allen Teilen seine Vorhaben hat realisieren können und in vielfacher Hinsicht die Zielsetzungen sogar übertreffen können. Neben umfangreichem Regattasport und Ausbildungsprogramm konnten Infrastrukturprojekte umgesetzt werden und das Bootsmaterial entscheidend verbessert werden, um weiterhin mit an der Spitze des hessischen Jugendsegelsports zu stehen.

Anschließend wurden die neuen Vorstände mit sehr großer Mehrheit gewählt und von Josef Oelschläger, der als Vorsitzender die Geschicke des Clubs an erster Stelle weiterhin leitet, zu ihren neuen Aufgaben beglückwünscht. Zum Schluss wurde über eine Reihe von gut vorbereiteten Anträgen entschieden. Letztlich wurden alle Vorschläge, teilweise nach kurzer Diskussion, wie beantragt goutiert. Neben dem weiteren Ausbau der FYC Flotte werden durch die Beschlüsse vor allem der sportliche Ansatz im FYC weiter gefördert und die tollen Leistungen der ehrenamtlichen Trainern gewürdigt.

Nach 3 Stunden wurde die Sitzung mit großer Anerkennung der detaillierten Vorbereitung geschlossen. Mitglieder und Vorstand freuen sich auf eine weiter positive Entwicklung im FYC und können es kaum erwarten, sich bei wärmeren Temperaturen wieder häufiger im Club zu begegnen, um gemeinsam dem Segelsport nachgehen zu können.

2022 Jahresbericht von Jan Henrik

Ein Gastkommentar von Jan Henrik Klocke:

Wir starteten 2022 mit den Zielen eine gute deutsche Meisterschaft zu fahren und mehr Erfahrung auf Großen Regatten zu sammeln. Am Ende des Jahres können wir sagen, dass wir alles, was wir uns vorgenommen hatten, auch erreicht haben.

Wir starteten die Saison mit ein paar wenigen Trainings im Segelclub Rheingau um wieder ins Segeln reinzukommen. An Fasching war eine Woche Training am Gardasee mit dem Berliner Kader geplant, doch leider konnten wir wegen einer Coronainfektion doch nicht hinfahren.

Unsere erste Regatta dieses Jahr segelten wir im März in Essen am Baldeneysee. Der Wind war sehr drehig und wechselhaft, und wir noch nicht richtig im Regatta-Modus. Es lief nicht so gut für uns. Die Osterferien verbrachten wir fast ganz am Gardasee. Wir trainierten mit Reinhard Linke ein bisschen mehr als eine Woche und segelten dann den Lupo-Cup unter seiner Betreuung. Die sich in Grenzen haltende Freizeit verbrachten wir mit den Seglern aus dem Saarland, die wir schon aus dem Opti kennen. Es ist jedesmal ein tolles Erlebnis auf dem Gardasee zu segeln, da die Kulisse mit den Bergen einfach wunderschön ist, es tollen Wind gibt und ein seglerischer Vibe herrscht.

Im Mai segelten wir noch zwei kleine Regatten in der Umgebung. Einmal den Eifelcup in Rheinland Pfalz und die Bostal Trophy im Saarland. Bei beiden Regatten hatten wir viel Spaß mit den Saarländern. Die Bostal Trophy war jedoch nicht geplant, da an diesem langen Wochenende ein Training mit den Berlinern in Kiel geplant war. Tatsächlich sind wir auch nach Kiel gefahren, doch als wir ankamen war Sturm, und die Aussicht auf Wasserzeit war mickrig. Auf dem Nachhauseweg meldeten wir für die Regatta auf dem Bostalsee und fuhren spontan dort hin.

Kurz danach war die YES (Young Europeans Sailing) in Kiel eine große Regatta mit vielen Seglern aus anderen Ländern. Wir hatten viel Spaß und es war interessant auch mal gegen Segler aus anderen Nationen anzutreten. Anschließend daran stand die Kieler Woche an. Wir trainierten davor mit Reinhard in der Innenförde. Es war ein super Erlebnis bei der Kieler Woche mit zu segeln und auch an Land hatten wir viel Spaß. Danach waren die Sommerferien und wir machten wir eine kleine Segelpause. Ende Juli fuhren wir dann erneut nach Kiel zur GIDJM (Gemeinsame Internationale Deutsche Jugend Meisterschaft). Alle vier Jahre findet eine deutsche Meisterschaft mit allen Jugendbootklassen an einem Ort statt. Und das war dieses Jahr in Kiel. Wir hatten wieder viel Vortraining mit Reinhard und trainierten viel mit der Trainingsgruppe von Gerd Eiermann und auch einmal mit den Baden-Württembergern zusammen. Die Regatta lief hervorragend für uns; es gab eher wenig Wind bei dem wir schnell waren und somit mit dem 20.Platz gesamt / 9. Platz U17 ein super Ergebnis erzielen konnten.

Mitte September ging es mit unserer ersten Regatta in Berlin weiter. Dem Seglerhauspreis am Wannsee. Es war kalt und windig dennoch lief es gut für uns, doch leider ist im vorletzten Lauf die Fockschotklemme ausgerissen. Am nächsten Wochenende stand der Sparkassen Cup in Schwerin an, der gleichzeitig auch eine der vier EM und WM Ausscheidungsregatten für 2023 ist. Da wir 2023 gerne an der EM teilnehmen möchten, war es eine wichtige Regatta für uns, und der SCR hat uns kurzfristig mit einem Leihboot unterstützt. Die Regatta hat uns aber mehr Erfahrung als ein gutes Resultat beschert. In der Folgewoche ging es in Warnemünde mit der zweiten EM/WM Ausscheidungsregatta weiter. Warnemünde ist dafür bekannt im Herbst windig zu sein, und so war es auch. Wir segelten bei viel Wind und Welle und es wurde immer noch mehr, sodass am letzten Tag gar keine Rennen mehr stattfinden konnten. Wir haben unsere Regattasaison mit einem guten Ergebnis beenden können.

In den Herbstferien fuhren wir noch an den Gardasee für ein Woche Training mit Roman. Das war noch mal richtig anstrengend und hat extrem viel Spaß gemacht. Im November mussten wir unsere letzte geplante Regattateilname krankheitsbedingt absagen.

Der FYC hat einen neuen 420er angeschafft, welchen wir mit Einweisung in Hamburg abgeholt haben, und nach dem Frost direkt vor Weihnachten aufgebaut und dann reisefertig verpackt haben, denn über Sylvester bis zum Schulanfang steht Training in Hyeres an.

Vielen Dank an den Club für das neue Boot, vielen Dank an unsere Trainer Reinhard, Zelle und Roman und natürlich vielen Dank an unsere Eltern für ihre Unterstützung in dieser tollen Segelsaison.“

Rekord zum Saisonabschluss 2022

23 Boote hatten zu unserem Saisonabschluss, einer Clubregatta am 3. Oktober 2022, gemeldet. Das ist für dieses Jahr Rekord. Wie üblich bei unseren Wettfahrten, steht das gemeinsame Segeln mit sportlichem Ehrgeiz im Vordergrund.

Es war zwar sonnig, aber der Wind war launig und so konnte leider nur eine Wettfahrt gesegelt werden. Ein geselliger Abend schloss sich der gut organisierten Wettfahrt an, sodass sich alle schon auf die kommende Segelsaison freuen.

Die Regattabilanz des FYC auf dem Main von 2022 lässt sich sehen – monatliche Wettfahrten, eine Herbstregatta, rege Teilnahme bei den Wettfahrten der Nachbarvereine und der Gewinn des begehrten Blechdibbe runden eine tolle Saison im Hausrevier unseres Clubs ab. Herzlichen Dank an alle Helfer, Regattaleitung, Ordnerbootfahrer, Essensspendern, Getränkeorganisatoren und nicht zuletzt an alle Segler des FYC.

Der Blechdibbe bleibt beim FYC

Dieses Wochenende stand nach zweijähriger Pause wieder die Regatta um den Blechdibbe des Schwimmclub Niederrad auf dem Programm. Der Blechdippe geht als Wanderpokal jeweils an den Verein, mit den erfolgreichsten Seglern in allen Wertungsgruppen bei den Wettfahrten dieser Regatta.

Auch zuletzt, 2019, lag der FYC vorne und durfte den begehrten Pokal an den eigens angebrachten Haken im Clubhaus hängen. Da der Yachtclub nur mit 6 Booten (insgesamt hatten 16 gemeldet) antreten konnten, schien die Verteidigung schwierig.

Mangels Wind konnte am Samstag leider nicht gesegelt werden und die Entscheidung musste in zwei Läufen am Sonntag fallen. Bei leichtem Regen und ebenso leichtem Wind waren präzise Manöver gefragt, wobei sich die Segler des Yachtclubs gegen die Konkurrenz letztlich durchsetzen konnten.

Sicherlich hätten wir uns alle etwas mehr Wind gewünscht, da aber die Regatta wieder erstklassig vom SCN durchgeführt wurde, und auch das Rahmenprogramm stimmte, werden wir sehr gerne im nächsten Jahr wieder antreten um mit unseren tollen Nachbarvereinen (einschließlich dem SC Undine!) am Main um den „Dibbe“ zu regattieren.

Stürmische Herbstmeisterschaft

Am vergangenen Wochenende hat im Frankfurter Yachtclub einmal mehr die traditionelle Herbstmeisterschaft stattgefunden. Da es sich hierbei um eine verbandsoffene Regatta handelt, haben auch wieder Boote von unseren Nachbarvereinen, dem SCN und der SKG, teilgenommen.

Am Samstag war um 12:30 die Steuermannsbesprechung und es konnte schon erahnt werden, dass es ein sehr windreiches Erlebnis werden würde. Auch die Windvorhersage war eindeutig. 17 Boote hatten gemeldet und haben sich zwei Tage im Wettstreit gemessen.

Während auf vielen Gewässern hohe Windstärken besonders schön sind, hatten bei uns einige sehr zu kämpfen. Das liegt unter anderem an der ufernahen Bebauung, welche die Böen oft unerwartet umspringen lässt. Das erfordert von den Crews stets aufmerksam zu sein.

Als am Samstagnachmittag das Anemometer (Messgerät für die Windgeschwindigkeit) aber fast konstant 6bft angezeigt hat und es während des zweiten Laufes zu zahlreichen Kenterungen gekommen ist, wurde die Fortsetzung auf den Sonntag verschoben.

Regattaleitung, Ordnerbootfahrer hatten am Samstag alle Hände voll zu tun und haben das wieder großartig gemacht. Da auch das Rahmenprogramm überzeugte, nicht zuletzt Dank der vielen helfenden Hände, wird die Herbstregatta 2022 mit tollen Eindrücken und viel gewonnener Erfahrung in schöner Erinnerung bleiben.

Die Ergebnisse sind >>hier<< unter ‚Ergebnisse Herbstregatten‘ abrufbar.