12mR Anita

ein unvergleichbares Erlebnis!

Zehn Tage auf der klassischen 12mR Rennyacht Anita (Bj 1938) ist das absolute Highlight meiner seglerischen Laufbahn. Die Unaufgeregtheit dieser alten Dame ist absolut faszinierend. Wenn auf „Joghurtbechern“ von 50Fuss Länge bei 9 Knoten schon oft der Tanz beginnt, bleibt bei Anita alles ruhig. 25-30 Grad Krängung lassen sich auch mal auf 45 Grad erweitern – ja, das ist nicht immer schnell, wenn die Reling durchs Wasser gezogen wird – aber Spass macht es trotzdem. Auch Udo als Skipper hat mich mit seiner Ruhe und Gelassenheit total begeistert.

Der Wind mit 20-30 Knoten ist auf dem 27t schweren Langkieler mit knapp 22m Länge überhaupt kein Thema. Der letzte Tag war mit 25-35 Knoten eine Herausforderung beim Ablegen, aber mit dem Taschentuch (G3 mit 35qm) gab es dann immer noch knapp 8 Knoten Fahrt. Lässig!

Von Kiel über Nyborg, Kerteminde, Samsö, Julesminde, Fredericia, Faarborg und Massholm zurück nach Bay Kiel. Beeindruckend war vor allem, wie mühelos das Schiff vorankam: Mit Reff2 und der Genua gesetzt erreichten wir über 10 Knoten Fahrt.

Die dänische Südsee zeigte sich von ihrer schönsten Seite – weite Horizonte, kleine Inseln und das charakteristische Licht des Nordens.

Keine Hektik, kein Spektakel – nur der Wind, das Rauschen des Wassers am Rumpf und das Gefühl, Teil einer langen Segeltradition zu sein. Die Eleganz und Gelassenheit dieser Yacht machten jede Minute auf dem Wasser zu einem Genuss.

Ein Segeltörn, der eindrucksvoll gezeigt hat, wie harmonisch sich Leistung, Sicherheit und Segelvergnügen verbinden lassen. Die Stunden mit Anita in der dänischen Südsee werden noch lange in Erinnerung bleiben und eins ist sicher: das war nicht das letzte Mal!

Optis und 420er am Bostalsee   

Ein Beitrag von Christian Rudolph

Über das lange Himmelfahrtswochenende sind wir mit etlichen Teilnehmern zu zwei Tagen Training und zwei Tagen Regatta am schönen Bostalsee gewesen. Insgesamt waren es fünf Opti A, drei Opti B und zwei 420er. Letztere hätten noch mehr sein können, aber im Anschluss steht für die vierzwo Crews jetzt auch sofort die YES in Kiel an. Wir waren trotzdem mal wieder die größte Gruppe eines einzelnen Vereins.

Die zwei Trainingstage waren super organisiert, der erste Tag zwar etwas kalt und sehr nass, aber das wurde am zweiten Tag glücklicherweise besser, da wir alle mit Zelten unterwegs waren. Die Nächte blieben leider bis zum Ende sehr kalt, aber die Kinder haben es sportlich genommen. Gerade die etwas neueren Regattakinder konnten aus den Trainings viel mitnehmen, was man in den Folgetagen deutlich sehen konnte. 

Die anschließenden Regattatage waren immer noch kühl, aber mit Sonne und weitgehend trocken – und vor allem mit recht ordentlichem Wind gesegnet, so dass alle drei Klassen fünf Läufe (drei am Samstag und zwei am Sonntag) fahren konnten. Die Regattaleitung war exzellent, die Wettfahrten waren sehr professionell durchgeführt, so haben die Segler das gern.

Die Ergebnisse waren absolut den Erwartungen entsprechend, mit motivierenden einzelnen Platzierungen oder Erlebnissen für jeden unserer Teilnehmer. Wir wollen kommendes Jahr gern wieder kommen, und hoffen dann auf etwas bessere Temperaturen. Der Rest wird kaum zu überbieten sein – danke SC Nord-Saar!

FYC bei der Hessenregatta 2026

Ein Bericht von der Timpe Te

Gleich mit vier Booten war der FYC bei der diesjährigen Hessenregatta auf der Ostsee am Start. Beim Startschuss morgens um 9.00 Uhr waren jeweils 30 Boote auf dem Wasser und die Crews voller Energie. Beginnend von Fehmarn wurden als Etappenziele angelaufen Gedser – Warnemünde – Kühlungsborn – Grömitz – Fehmarn. Die vielen Boote und Segel ergaben ein beeindruckendes Bild auf dem Wasser bei zumeist perfekten Wetterbedingungen.

Für den FYC am Start waren die Fix (Skipper: Eckhard Mikulski), Neela (Skipper: Michael Liebs), Elea (Skipper: Udo Wüstendörfer) und Timpe Te (Skipper Josef Oelschläger). Die Crew der Timpe Te mit Axel Körkemeyer, Tilo Nettke und Wolfgang Zientek konnte sich mehrfach an den Wegtonnen darüber freuen, die restlichen Boote hinter sich zu sehen.

Die unerwartet starke Performance führte zu Platz 1 in der Gruppe und Platz 2 in der Gesamtwertung nach drei Wettfahrten. Leider erwischte die Timpe Te bei der letzten Wettfahrt ein Flautenloch. Daher musste sich die Crew der Timpe Te bei der abendlichen Siegerehrung mit dem 2. Platz in der Startgruppe begnügen.

Alle Ergebnisse unter: https://www.manage2sail.com/de-de/event/d1ecb2ea-139a-48c1-bd54-08939d2053e0#!/results?classId=e60e48a2-1145-4a85-87a6-157c9f727528

Apropos Flautenloch: Die Crew der Elea nutze diese ungewollte Pause auf dem Wasser zum Backen eines Kuchens. Dieser war auch fast fertig bei dem wieder einsetzenden Wind. Besondere Aufmerksamkeit im Regattafeld erzielte die Crew der Timpe Te vor dem Start mit der täglichen Begrüßungsmusik am Startschiff, die für gute Laune im Feld sorgte.

Viele gemeinsame Stunden der Crews beim Grillen, Freibier und Stegplausch sowie ein grandioser Abschlussabend mit Buffet, Getränken und Siegerehrung bleiben in Erinnerung. Und der Vorsatz: „Wir wollen auch 2027 wieder dabei sein“ war nicht nur bei der Crew der Timpe Te zu vernehmen.

Perfekter Start in die Segelsaison

Kaiserwetter und Rekordbeteiligung sorgten für ein betriebsames Treiben zum offiziellen Start in die Segelsaison. Bereits zum traditionellen Grüne Soße-Essen waren ca. 50 Teilnehmer anwesend. Dank der sommerlichen Temperaturen wurden die Speisen bereits im Freien eingenommen.

Zum feierlichen Hissen des Clubstanders um 13.00 Uhr versammelten sich dann alle am festlich geschmückten Flaggenmast. Danach konnte endlich die erste Clubregatta starten. Die 27 startenden Boote füllten den Main an der Startlinie, die aufgrund der Sperrzone am nördlichen Mainufer verkürzt werden musste. Vor den Augen der zahlreichen Zuschauer konnten unsere Segler dann ihr Können unter Beweis stellen.

Besonderer Gast zum 1. Mai war dieses Jahr unser Oberbürgermeister Mike Josef mit Familie. Begleitet von Mitgliedern unseres Bundesligakaders konnte die Familie das Regattageschehen auf unserer J70 vom Wasser aus hautnah erleben.

Besonders beeindruckend war dieses Mal das starke Feld unserer Jüngsten. Mit 12 Optimisten waren diese bei der Regatta dabei. Alle konnten die 1. Wettfahrt erfolgreich beenden. Leider verließ uns der Wind nach und nach, so dass eine 2. Wettfahrt nicht mehr möglich war.

Dafür sorgte ein reichhaltiges Kuchenbuffet, Getränke und anschließendes Grillen dafür, das die inzwischen über 80 Teilnehmer bis in die Abendstunden diesen großartigen Tag in großer Gemeinschaft verbringen konnten. Die vorhandenen Spielgeräte sorgten dafür, dass auch die Eltern entspannte Stunden genießen konnten. Auch unsere neuen Fahrradständer waren vollständig belegt.

Podestplatz in der Bundesliga!

Flauten und Gewitter prägten das Wettkampfgeschehen am 1. Spieltag der Segelbundesliga 2026 vom 17. bis 19. April am Starnberger See. Die Segler des FYC ließen sich davon in keiner Weise beeindrucken. Mit souveränen Ergebnissen in den einzelnen Wettfahrten und drei ersten Plätzen sicherte sich unser Verein den zweiten Tabellenplatz  knapp hinter dem Lübecker Yachtclub.

Nach dem Aufstieg 2024 und einer gelungenen ersten Saison 2025 ist der Start in unsere zweite Bundesligasaison damit perfekt geglückt. Die Segler Felix Laukhardt (Steuermann) sowie Johanna Herdt, Florentin Muchenberger und Maximilian Schmid konnten erfolgreich unter Beweis stellen, welches Niveau in unserem Kader bereits herangewachsen ist.

Und natürlich wird eine derart gute Leistung mit einer Sektdusche auf dem Podium belohnt. Wir drücken die Daumen, damit unsere Segler auch im weiteren Verlauf der Ligasaison noch die ein oder andere Dusche abbekommen.

© DSBL / SailTracks