FYC Jugend – Ostern am Gardasee

Ein Beitrag von Oliver Klocke

Die Opti- und 420er-Regattasegler aus der Jugend des FYC haben an Ostern wieder die Gelegenheit zum Trainieren und Regattieren am Gardasee genutzt. Am letzten Schultag sowie am ersten Ferientag brachen nach und nach die Frankfurter Familien auf um sich in Torbole einzufinden und die jeweiligen Trainingsgruppen zu treffen.

Dort haben dann Diego, Elisa, Maria und Jona im Opti bei Pauline und Tom trainiert, Jan Henrik und Patrick bei Roman. Insgesamt waren 16 Mitglieder des FYC vor Ort – genug für einen schönen gemeinsamen Abend in der etablierten Pizzeria vor Ort. Nach sehr guten Trainingsbedingungen und kräftigen Winden zum 41° Lake Garda Meeting mit seinen vier Wettkampftagen über Ostern, wurde das Wetter zur Mitte der 2. Ferienwoche unbeständiger, sodass der Lupo Cup für die 420er an den ersten beiden von vier Tagen nur auf eine Wettfahrt kam. An den Folgetagen wurden dafür vier Wettfahrten geschafft.

41° Lake Garda Meeting mit fast 1.200 Opti-Seglern aus aller Welt: Diego hat als bester Segler aus Hessen in der Bronze-Fleet einen Platz im Mittelfeld ersegelt. Maria wurde am zweiten Tag an der Startlinie des letzten Rennens vom Baum eines anderen Schiffes getroffen, fuhr das Rennen trotz Schmerzen zu Ende, und wurde mit einem Startplatz in der Esmerald-Gruppe belohnt. Am Folgetag stellte sich leider heraus, dass der Arm gebrochen war, und sie Ihre starke Leistung nicht fortsetzen konnte. Elisa und Jona haben engagiert in der Pearl-Flotte gesegelt. Für Jona war die Woche auch eine ganz besondere Leistung, da er erst seit einem halben Jahr segelt.

Lupo Cup mit 82 Booten der Klasse 420ern: Diese internationale Regatta und gleichzeitig Ausscheidung für die deutschen Teilnehmer an der EM und WM war stark besetzt. Jan Henrik und Patrick haben mit einem Platz in der 2. Hälfte zwar ihre selbstgesteckten Ziele verfehlt, aber trotzdem wertvolle Erfahrung für ihre weitere Entwicklung gesammelt.

Im FYC wird gehämmert, geschraubt und gebuddelt

Die Aufzählung der derzeitigen Tätigkeiten im FYC ließe sich noch fortsetzen, denn in diesem Frühjahr stehen einige zu erledigende Aufgaben an. Neben dem Ausbau des Glaspalastes zum Jugendraum und der damit notwendigen Drainage hinter dem Gebäude müssen auch auf dem Gelände und am Wasser einige Arbeiten erledigt werden.

So sollen neue Spielgeräte – ein Piratenschiff und eine Schaukel – für die Jüngsten aufgestellt, die Bockstege überarbeitet und eine weitere Sliprampe eingerichtet werden. Die Vorbereitungen waren gut geplant, sodass am Samstag die ersten Arbeiten begonnen werden konnten.

Weiteres ehrenamtliches Engagement der Mitglieder wird an den kommenden Wochenenden willkommen sein, damit die neue Saison, die im FYC am 1. Mai offiziell beginnen wird, in vollen Zügen ausgenutzt werden kann.

420er Karnevalstraining am Gardasee

Ein Gastbeitrag von Jan Henrik Klocke Vázquez

An dem Freitag vor dem langen Karnevalswochende fuhren wir mit fünf Booten und unserem Trainer Roman Schütt für sieben Tage zum Training nach Torbole an den Gardasee. Wir segelten mit drei weiteren 420ern aus Hessen und einem Boot aus Erlangen. Uns überraschte der dichte Nebel, der sich die ganze Woche lang halten sollte.

Wir hatten meist wenig bis mittelstarken Wind. Um den Vento noch mitzunehmen, sind wir morgens zwischen 8:30 und 9:00 rausgegangen, haben eine kurze Mittagspause an Land gemacht und sind gegen gegen 13:00-14:00 Uhr mit der Ora wieder auf Wasser gegangen. An zwei Tagen hatten wir eine kräftige Ora mit ca. 20 Knoten.

Wir sammelten in dieser Woche gute Wasserstunden, verbesserten unsere Vorwindtechnik bei wenig Wind und schraubten an unserem Amwindspeed. Es war schön wieder am Gardasee gewesen zu sein.

Bericht von der JHV 2023 des FYC

Das Interesse der Clubmitglieder an der Jahreshauptversammlung des FYC, die traditionell am letzten Freitag im Januar stattfindet, war dieses Jahr wieder sehr groß. Nach einer Gedenkminute der Verstorbenen, den Ehrungen der langjährigen Mitglieder und der Danksagung an die ausscheidenden und zwischenzeitlich ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder, wurden die diesjährigen Clubmeister geehrt. Die Ergebnisse sind der Übersicht unter Regatta auf dieser Webseite zu entnehmen.

Die Berichte der Vorstände zu den Themen Vereinsentwicklung, Finanzen, Sport und Jugend waren den Mitgliedern schon im Vorfeld zugeleitet worden, sodass die verbalen Zusammenfassungen kurz gehalten werden konnten. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der FYC in allen Teilen seine Vorhaben hat realisieren können und in vielfacher Hinsicht die Zielsetzungen sogar übertreffen können. Neben umfangreichem Regattasport und Ausbildungsprogramm konnten Infrastrukturprojekte umgesetzt werden und das Bootsmaterial entscheidend verbessert werden, um weiterhin mit an der Spitze des hessischen Jugendsegelsports zu stehen.

Anschließend wurden die neuen Vorstände mit sehr großer Mehrheit gewählt und von Josef Oelschläger, der als Vorsitzender die Geschicke des Clubs an erster Stelle weiterhin leitet, zu ihren neuen Aufgaben beglückwünscht. Zum Schluss wurde über eine Reihe von gut vorbereiteten Anträgen entschieden. Letztlich wurden alle Vorschläge, teilweise nach kurzer Diskussion, wie beantragt goutiert. Neben dem weiteren Ausbau der FYC Flotte werden durch die Beschlüsse vor allem der sportliche Ansatz im FYC weiter gefördert und die tollen Leistungen der ehrenamtlichen Trainern gewürdigt.

Nach 3 Stunden wurde die Sitzung mit großer Anerkennung der detaillierten Vorbereitung geschlossen. Mitglieder und Vorstand freuen sich auf eine weiter positive Entwicklung im FYC und können es kaum erwarten, sich bei wärmeren Temperaturen wieder häufiger im Club zu begegnen, um gemeinsam dem Segelsport nachgehen zu können.

2022 Jahresbericht von Jan Henrik

Ein Gastkommentar von Jan Henrik Klocke:

Wir starteten 2022 mit den Zielen eine gute deutsche Meisterschaft zu fahren und mehr Erfahrung auf Großen Regatten zu sammeln. Am Ende des Jahres können wir sagen, dass wir alles, was wir uns vorgenommen hatten, auch erreicht haben.

Wir starteten die Saison mit ein paar wenigen Trainings im Segelclub Rheingau um wieder ins Segeln reinzukommen. An Fasching war eine Woche Training am Gardasee mit dem Berliner Kader geplant, doch leider konnten wir wegen einer Coronainfektion doch nicht hinfahren.

Unsere erste Regatta dieses Jahr segelten wir im März in Essen am Baldeneysee. Der Wind war sehr drehig und wechselhaft, und wir noch nicht richtig im Regatta-Modus. Es lief nicht so gut für uns. Die Osterferien verbrachten wir fast ganz am Gardasee. Wir trainierten mit Reinhard Linke ein bisschen mehr als eine Woche und segelten dann den Lupo-Cup unter seiner Betreuung. Die sich in Grenzen haltende Freizeit verbrachten wir mit den Seglern aus dem Saarland, die wir schon aus dem Opti kennen. Es ist jedesmal ein tolles Erlebnis auf dem Gardasee zu segeln, da die Kulisse mit den Bergen einfach wunderschön ist, es tollen Wind gibt und ein seglerischer Vibe herrscht.

Im Mai segelten wir noch zwei kleine Regatten in der Umgebung. Einmal den Eifelcup in Rheinland Pfalz und die Bostal Trophy im Saarland. Bei beiden Regatten hatten wir viel Spaß mit den Saarländern. Die Bostal Trophy war jedoch nicht geplant, da an diesem langen Wochenende ein Training mit den Berlinern in Kiel geplant war. Tatsächlich sind wir auch nach Kiel gefahren, doch als wir ankamen war Sturm, und die Aussicht auf Wasserzeit war mickrig. Auf dem Nachhauseweg meldeten wir für die Regatta auf dem Bostalsee und fuhren spontan dort hin.

Kurz danach war die YES (Young Europeans Sailing) in Kiel eine große Regatta mit vielen Seglern aus anderen Ländern. Wir hatten viel Spaß und es war interessant auch mal gegen Segler aus anderen Nationen anzutreten. Anschließend daran stand die Kieler Woche an. Wir trainierten davor mit Reinhard in der Innenförde. Es war ein super Erlebnis bei der Kieler Woche mit zu segeln und auch an Land hatten wir viel Spaß. Danach waren die Sommerferien und wir machten wir eine kleine Segelpause. Ende Juli fuhren wir dann erneut nach Kiel zur GIDJM (Gemeinsame Internationale Deutsche Jugend Meisterschaft). Alle vier Jahre findet eine deutsche Meisterschaft mit allen Jugendbootklassen an einem Ort statt. Und das war dieses Jahr in Kiel. Wir hatten wieder viel Vortraining mit Reinhard und trainierten viel mit der Trainingsgruppe von Gerd Eiermann und auch einmal mit den Baden-Württembergern zusammen. Die Regatta lief hervorragend für uns; es gab eher wenig Wind bei dem wir schnell waren und somit mit dem 20.Platz gesamt / 9. Platz U17 ein super Ergebnis erzielen konnten.

Mitte September ging es mit unserer ersten Regatta in Berlin weiter. Dem Seglerhauspreis am Wannsee. Es war kalt und windig dennoch lief es gut für uns, doch leider ist im vorletzten Lauf die Fockschotklemme ausgerissen. Am nächsten Wochenende stand der Sparkassen Cup in Schwerin an, der gleichzeitig auch eine der vier EM und WM Ausscheidungsregatten für 2023 ist. Da wir 2023 gerne an der EM teilnehmen möchten, war es eine wichtige Regatta für uns, und der SCR hat uns kurzfristig mit einem Leihboot unterstützt. Die Regatta hat uns aber mehr Erfahrung als ein gutes Resultat beschert. In der Folgewoche ging es in Warnemünde mit der zweiten EM/WM Ausscheidungsregatta weiter. Warnemünde ist dafür bekannt im Herbst windig zu sein, und so war es auch. Wir segelten bei viel Wind und Welle und es wurde immer noch mehr, sodass am letzten Tag gar keine Rennen mehr stattfinden konnten. Wir haben unsere Regattasaison mit einem guten Ergebnis beenden können.

In den Herbstferien fuhren wir noch an den Gardasee für ein Woche Training mit Roman. Das war noch mal richtig anstrengend und hat extrem viel Spaß gemacht. Im November mussten wir unsere letzte geplante Regattateilname krankheitsbedingt absagen.

Der FYC hat einen neuen 420er angeschafft, welchen wir mit Einweisung in Hamburg abgeholt haben, und nach dem Frost direkt vor Weihnachten aufgebaut und dann reisefertig verpackt haben, denn über Sylvester bis zum Schulanfang steht Training in Hyeres an.

Vielen Dank an den Club für das neue Boot, vielen Dank an unsere Trainer Reinhard, Zelle und Roman und natürlich vielen Dank an unsere Eltern für ihre Unterstützung in dieser tollen Segelsaison.“