…in einem Wort. Der 3. Spieltag der Segel-Bundesliga verlief alles andere als geplant. Wir reisten voller Vorfreude und bestens vorbereitet am Donnerstag an, um einen letzten Trainingsschlag zu absolvieren.
Doch dann nahm das Unheil seinen Lauf. Beim ablassen des Kiels riss ein Schäkel und Felix quetschte sich den großen Zeh – ab ins Krankenhaus. Für Ersatz konnte schnell gesorgt werden – Stefan kam kurzer Hand nachgereist. Neu auf der Position des Steuermanns im Liga-Format arbeitete er sich ein.
Am Freitag zahlten wir Lehrgeld, Am Ende beenden wir den Spieltag auf Platz 15. Vor dem Wochenende hätten wir uns sicher eine bessere Platzierung erhofft, bei diesem Verlauf sind wir aber mit dem Ergebnis zufrieden und ganz besonders stolz auf unseren Team-Spirit und die Leistung des am Ende etwas größeren Teams ?
Ein ganz besonderer Dank auch an alle Mitgereisten für die wunderbare Atmosphäre und für alle Genesungswünsche, die uns erreicht haben! ?
Vielen Dank auch an unsere Unterstützer für den großartigen Support, insbesondere Tröger & Cie und Verygood GmbH, die vor Ort waren! ?
Drei spannende und sonnige Tage verbrachten zehn Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen der Carl-von-Weinbergschule beim Segelprojekt des Vereins. Bei hochsommerlichen Temperaturen sammelten die Kinder ihre ersten Erfahrungen auf dem Wasser – und hatten dabei jede Menge Spaß.
Gesegelt wurde auf den vereinseigenen Schulungsbooten. Unterstützt wurden die jungen Seglerinnen und Segler von sechs engagierten Mitgliedern des FYC, die ihr Wissen mit viel Geduld und Begeisterung vermittelten.
Auf dem Programm standen die Grundlagen des Segelns: Vom richtigen Sitzen im Boot über das gemeinsame Aufriggen der Boote bis hin zu den wichtigsten Regeln in unserem Segelrevier. Auch die Knotenkunde durfte natürlich nicht fehlen, denn sichere und korrekt gebundene Knoten gehören zu den wichtigsten Grundlagen jedes Seglers.
Trotz der großen Hitze waren alle mit viel Einsatz und Freude dabei. Schon nach kurzer Zeit konnten die Schülerinnen und Schüler erste Manöver selbstständig ausführen und gewannen sichtbar an Sicherheit und Selbstvertrauen auf dem Wasser.
Das Schulprojekt war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Es zeigte eindrucksvoll, wie viel Freude der Segelsport bereiten kann und wie wichtig Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein und gegenseitige Unterstützung auf und neben dem Wasser sind.
Ein herzlicher Dank gilt den sechs ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des FYC, die dieses Projekt mit ihrem Engagement ermöglicht und den Kindern unvergessliche erste Segelerlebnisse geschenkt haben.
Zehn Tage auf der klassischen 12mR Rennyacht Anita (Bj 1938) ist das absolute Highlight meiner seglerischen Laufbahn. Die Unaufgeregtheit dieser alten Dame ist absolut faszinierend. Wenn auf „Joghurtbechern“ von 50Fuss Länge bei 9 Knoten schon oft der Tanz beginnt, bleibt bei Anita alles ruhig. 25-30 Grad Krängung lassen sich auch mal auf 45 Grad erweitern – ja, das ist nicht immer schnell, wenn die Reling durchs Wasser gezogen wird – aber Spass macht es trotzdem. Auch Udo als Skipper hat mich mit seiner Ruhe und Gelassenheit total begeistert.
Der Wind mit 20-30 Knoten ist auf dem 27t schweren Langkieler mit knapp 22m Länge überhaupt kein Thema. Der letzte Tag war mit 25-35 Knoten eine Herausforderung beim Ablegen, aber mit dem Taschentuch (G3 mit 35qm) gab es dann immer noch knapp 8 Knoten Fahrt. Lässig!
Von Kiel über Nyborg, Kerteminde, Samsö, Julesminde, Fredericia, Faarborg und Massholm zurück nach Bay Kiel. Beeindruckend war vor allem, wie mühelos das Schiff vorankam: Mit Reff2 und der Genua gesetzt erreichten wir über 10 Knoten Fahrt.
Die dänische Südsee zeigte sich von ihrer schönsten Seite – weite Horizonte, kleine Inseln und das charakteristische Licht des Nordens.
Keine Hektik, kein Spektakel – nur der Wind, das Rauschen des Wassers am Rumpf und das Gefühl, Teil einer langen Segeltradition zu sein. Die Eleganz und Gelassenheit dieser Yacht machten jede Minute auf dem Wasser zu einem Genuss.
Ein Segeltörn, der eindrucksvoll gezeigt hat, wie harmonisch sich Leistung, Sicherheit und Segelvergnügen verbinden lassen. Die Stunden mit Anita in der dänischen Südsee werden noch lange in Erinnerung bleiben und eins ist sicher: das war nicht das letzte Mal!
Über das lange Himmelfahrtswochenende sind wir mit etlichen Teilnehmern zu zwei Tagen Training und zwei Tagen Regatta am schönen Bostalsee gewesen. Insgesamt waren es fünf Opti A, drei Opti B und zwei 420er. Letztere hätten noch mehr sein können, aber im Anschluss steht für die vierzwo Crews jetzt auch sofort die YES in Kiel an. Wir waren trotzdem mal wieder die größte Gruppe eines einzelnen Vereins.
Die zwei Trainingstage waren super organisiert, der erste Tag zwar etwas kalt und sehr nass, aber das wurde am zweiten Tag glücklicherweise besser, da wir alle mit Zelten unterwegs waren. Die Nächte blieben leider bis zum Ende sehr kalt, aber die Kinder haben es sportlich genommen. Gerade die etwas neueren Regattakinder konnten aus den Trainings viel mitnehmen, was man in den Folgetagen deutlich sehen konnte.
Die anschließenden Regattatage waren immer noch kühl, aber mit Sonne und weitgehend trocken – und vor allem mit recht ordentlichem Wind gesegnet, so dass alle drei Klassen fünf Läufe (drei am Samstag und zwei am Sonntag) fahren konnten. Die Regattaleitung war exzellent, die Wettfahrten waren sehr professionell durchgeführt, so haben die Segler das gern.
Die Ergebnisse waren absolut den Erwartungen entsprechend, mit motivierenden einzelnen Platzierungen oder Erlebnissen für jeden unserer Teilnehmer. Wir wollen kommendes Jahr gern wieder kommen, und hoffen dann auf etwas bessere Temperaturen. Der Rest wird kaum zu überbieten sein – danke SC Nord-Saar!
Die Internationale Deutsche Meisterschaft der 420er fand Anfang Oktober am Steinhuder Meer statt. Insgesamt waren rund 80 Teams am Start, die in zwei Gruppen segelten. Vor der ersten Wettfahrt mussten wir alle offiziellen Dokumente vorlegen und unser Boot sowie die Segel vermessen lassen. Zum Glück hatten wir rechtzeitig unseren Internationalen Bootsschein (IBS) vom DSV organisiert – das war ganz schön aufregend!
Schon im Sommer hatten wir uns gefragt, ob wir ein Begleitboot brauchen würden. Der See ist nicht so groß wie Kiel, Warnemünde oder der Gardasee, aber wir kannten ihn nicht. Deshalb sind wir Ende August zu einer Regatta am Steinhuder Meer ohne Begleitboot gefahren, um das Revier kennenzulernen. Dort haben wir Platz 8 von 23 erreicht, was uns sehr gefreut hat! Durch diese Erfahrung haben wir uns für die IDM schließlich entschieden, ohne eigenes Begleitboot zu starten. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass wir durch die Kooperation zwischen dem Hessischen Seglerverband (HSeV), bei dem wir Teil der Fördergruppe 420er sind, und dem Saarländischen Seglerverband Unterstützung bekommen haben. Trainer Dirk Frank hat uns am Tag vor der IDM ein Training gegeben und während der Regatta technisch und logistisch unterstützt – besonders an dem langen zweiten Tag, als wir von 9 bis 19 Uhr auf dem Wasser waren.
Am ersten Tag konnten wir zwei Wettfahrten segeln. Wir waren super zufrieden: Im ersten Lauf Platz 19 in unserer Gruppe! Leider wurde die zweite Wettfahrt für uns als UFD (Uniform Flag Disqualifikation) gewertet, weil wir einen Frühstart hatten. Das war echt ärgerlich, denn eigentlich wären wir auf Platz 18 gewesen.
Am zweiten Tag war fast kein Wind, aber die Wettfahrtleitung wollte unbedingt sechs Rennen schaffen, damit die Flotten in Gold und Silber geteilt werden konnten. Deshalb waren wir den ganzen Tag auf dem Wasser und haben gewartet. Am Ende haben wir tatsächlich vier Wettfahrten geschafft. Dadurch waren wir im Silberfleet.
Am Samstag kam viel Wind und Regen, und wir haben keine Wettfahrten mehr gemacht. Stattdessen gab es die Siegerehrung und die Seglerparty. Insgesamt wurden zehn Wettfahrten gesegelt, wir haben am Ende Platz 62 erreicht. Unser Club war mit zwei Booten dabei: wir mit „Feuerblume“ und Nicolo & Marcello im zweiten Boot.
Die IDM ist sicher die wichtigste und anspruchsvollste Regatta der Saison, mit den besten 80 Booten aus ganz Deutschland. Trotzdem haben wir auch in anderen Regatten tolle persönliche Erlebnisse gehabt – zum Beispiel bei der Nikolaus-Regatta am Lohheider See, wo wir trotz Temperaturen um 0 Grad Platz 4 von 18 erreicht haben.
Außerdem freuen wir uns über unseren dritten Platz in der Hessenmeisterschaft (Kombination der Punkte aus Biblis und Krombachtalsperre). Zusammen mit der Nikolaus-Regatta war das ein schöner Abschluss der Saison und gibt uns viel Motivation und Vorfreude für das kommende Jahr.