Ostertraining am Gardasee

Das 420er Training mit fünf Wassertagen am Gardasee war ein voller Erfolg für die vier teilnehmenden Crews, drei vom FYC und eine aus Düsseldorf. In Vorbereitung auf den anstehenden Lupo Cup, aber auch andere Herausforderungen im Regattajahr wurden bei unterschiedlichsten Bedingungen Technik, Manöver und das Segeln bei viel Wind trainiert und verfeinert.

Die Trainer Chris (Trainer C) und Jan Henrik (Trainer C in Ausbildung) haben neben dem funkgestützten Training auf dem Wasser am Ende jedes Trainingstages eine Videoauswertung zur Nachbesprechung und Vorbereitung des Folgetages angewendet. Alle Crews haben große bis sehr große Fortschritte verzeichnet. Ostersonntag ist nun Pause, ab Montag geht es für die verbleibenden Crews in 2 Trainings- und 4 Regattatage beim Lupo-Cup mit schon 100 gemeldeten Booten.

Die 420er Teams zum Training am Bostalsee

Ein Bericht von Elisa Iglesias

Am 15. und 16. März fand das Training mit dem SCNS auf dem Bostalsee im Saarland statt. Aus dem FYC haben sechs Segler und zwei Trainer teilgenommen. Wir waren mit drei 420er und dem neuen Motorboot unterwegs. Es war ein tolles und lehrreiches Trainingswochenende mit gutem Wind, wodurch es ein super Auftakt in die neue Season gewesen ist.

Doch bevor das Wochenende startete, hatten wir uns am Freitag im Club getroffen und zusammen die Boote eingepackt. Dadurch, dass es das erste Wassertraining nach der Winterpause werden würde, mussten wir das Material noch prüfen und uns versichern, dass wir alles dabei haben. Schnell waren die Anhänger fertig geladen und des Abenteuer konnte losgehen.

Nach der zweistündigen Fahrt angekommen, bauten wir die Boote auf und zogen uns um, damit wir pünktlich segelfertig waren. Am Samstag gingen wir um 13 Uhr ins Wasser und blieben ungefähr vier Stunden auf dem See, da es 6 Windstärken gab und wir uns schnell ausgepowert haben. Nach dem gemeinsamen Abendessen haben wir uns die Videos angesehen, die der Trainer Dirk Frank auf dem Wasser aufgenommen hatte und besprachen, wie wir uns weiter verbessern können.

Am ersten Tag haben wir uns vor allem auf die Kreuz konzentriert, auf das Wenden und das Fahren eines geraden Bootes. Wir haben viele Starts und Wettläufe gemacht, und wurden auf dem Wasser von den drei Motorbooten aus trainiert. 

Wir mussten beim Kreuzen darauf achten, das Boot gerade zu fahren, also mit dem Mast senkrecht zur Wasseroberfläche. Dies haben wir am Ende des Tages immer besser hingekriegt, da der Steuermann mit dem Druck im Segel gearbeitet hat, während der Vorschoter sich in das Trapez gehängt hat.

Da es mit Böen von bis zu 28 Knoten sehr windig war, sind alle drei Teams aus dem FYC auch mal gekentert, jedoch sind wir nach dem Aufrichten des Bootes mit Erfolg weitergesegelt.

Am Sonntag sind wir um zehn Uhr ins Wasser gegangen und haben uns diesmal eher auf den Raum- und Vorwindkurs konzentriert, allem voran das Spie setzen. Wieder sind wir kleine Wettfahrten gesegelt, und haben mit Tonnen das Spiehalsen geübt. Das Setzen des Spies hat gut geklappt, es war nur etwas schwer den Spie auf den Raumwindkurs zu fahren und gleichzeitig ins Trapez zu steigen, da es sehr windig war.

Wir haben a Land alles zusammengepackt und sind nach diesem anstrengendem, aber lehrreichen und tollem Wochenende zurück nach Frankfurt gefahren.

Jugend-Jahreshauptversammlung

Am Nikolaustag hat unsere Jugend ihre Jahreshauptversammlung im Clubhaus absolviert. Unter der Leitung von Maria und Diego konnte die Tagesordnung und die Planung für die Saison 2025 zügig absolviert werden. Unterbrochen nur vom Nikolaus, der einen Sack voller Naschwerk zum Verteilen an die jugendlichen Segler mitbrachte. Und die hatten sich dies reichlich verdient. Denn in 2024 war die Liste der externen Regattateilnahmen mit teilweise beeindruckenden Platzierungen besonders lang. Das erfreute auch das Maskottchen unserer Jugend, welches extra mit Nikolausmütze erschienen war.

Im Anschluss blieb dann viel Zeit für einen anregenden Spieleabend und dem Gruppenerlebnis in großer Runde. Zur Stärkung gab es Spaghetti Bolognese und viele süße Leckereien.

Sieger beim Opti-Waldseecup in Langen

Ein Beitrag von Lucio Lehnert

Am ersten Oktoberwochenende waren wir beim Waldseecup des WSVL Langen.

In der Opti-B-Klasse nahmen insgesamt 28 Boote teil, es gab daneben auch eine Opti-A-Regatta mit 12 Booten. Vom FYC waren wir mit vier Opti-B-Booten vertreten: Carla (1572), Eike (1102), Gabriel (1936) und Lucio (10255).

Nachdem wir bei unserer vorherigen Regatta aus Windmangel leider keine Wettfahrten durchführen konnten, hatten wir diesmal mehr Glück. Am ersten Tag war schwacher Wind, und wir mussten erst einmal 1-2 Stunden auf dem Wasser warten. Dann haben wir es aber geschafft, mit einer zwischenzeitlichen Crêpe-Pause an Land doch noch zwei Wettfahrten durchzuführen und zu Ende zu bringen, bevor der Wind am Ende der zweiten Wettfahrt wieder einschlief.  Am Abend des ersten Tages wurde dann gegrillt, und jeder hatte reichlich Dinge zu besprechen.

Für den zweiten Tag war mehr und konstanterer Wind vorhergesagt, sodass wir pünktlich um 9:20 Uhr rausgefahren sind. Es war super Wetter, allerdings war es anfangs ein bisschen bewölkt und frisch. Man konnte sogar über dem Wasser Nebel erkennen. Bis 14 Uhr konnten wir dann drei weitere Wettfahrten schaffen und damit aus dem Wasser.

Wir konnten uns für unsere anstrengende Saison trotz starker Konkurrenz mit guten Platzierungen belohnen: Carla belegte den 26. Platz, Eike den 14. Platz (mit einem 5. und 7. Platz in zwei der Wettfahrten), Gabriel verbesserte sich kontinuierlich bis auf den 4. Platz und Lucio belegte den 1. Platz und konnte damit die Opti-B-Regatta gewinnen.

Aufgrund der guten Atmosphäre waren wir uns alle einig, dass wir im nächsten Jahr gerne wieder kommen werden. Unser Dank gilt dem WSV Langen für die tolle Atmosphäre und perfekte Ausrichtung des Waldseecups.

IDJM der 420er in Warnemünde

Ein Beitrag von Marie Conrad

In unserem ersten gemeinsamen Jahr im 420er haben Patrick und ich bei Ranglistenregatten zwischen Gardasee und Kiel ausreichend Punkte gesammelt, um uns für die IDJM 2024 zu qualifizieren, die vom 3. bis 6. Oktober vor Warnemünde auf der Ostsee stattfand. Es war meine erste Teilnahme an einer Meisterschaft und ich habe mich schon lange vorher darauf gefreut. Ausrichter war der DSV, und der Rostocker Segelverein Citybootshafen e.V. kümmerte sich in Warnemünde um die Durchführung.

Wir sind schon zwei Tage vorher angereist, um Boote und Ausrüstung vermessen zu lassen und noch ein Training mit unserer LVSS-Trainingsgruppe und Coach Dirk Frank zu machen. Bei kaltem, regnerischem Wetter und eisigem Wind lockte es die Mannschaften nicht aufs Wasser. Darum wollten gleichzeitig alle lieber erst die organisatorischen Sachen erledigen. In einer langen Vermessungsschlange ging es mit einem Laufzettel von Station zu Station: Fock, Spinnaker und Großsegel wurden nachgemessen und gestempelt. Und auch Mast, Baum, Spibaum, Ruder und Schwert wurden geprüft. Sogar Patricks Trapezhose kam auf die Waage – die darf nicht schwerer als 3 kg sein. Mit einem Haken an allen Checkpunkten waren wir dann startklar.

Am Mittwoch ging es bei ordentlichem Wind und hoher Welle für drei Stunden aufs Wasser. Die Wetter-App sagte „5 Grad Celsius, gefühlt -1 Grad“. Gegen Mittag zog plötzlich eine Front mit Böen von 6-7 Bft. durch und machte das Training zu einem echten Kraftakt. Eine Kenterung haben wir beim Training zwar hingelegt, aber damit waren wir in bester Gesellschaft. Den anderen blieb das Eisbad auch nicht erspart. Ich fand den Trainingstag anstrengend, aber gut.

Am Donnerstag und Freitag standen die Qualifikationswettfahrten an. Wir waren mit 81 Booten auf dem Wasser, die in zwei Startgruppen „gelb“ und “rot“ (41 und 40 Boote) an die Linie gingen. An Tag 2 wurde neu durchmischt. Unsere Platzierungen in den sechs Wettfahrten: 10, DNF (nach einer Kenterung hatten wir Probleme mit dem Spi), 14, 29, 27, 14.
Dass wir im 10er Bereich unterwegs sein können, hat uns total gefreut. Das hätte ich uns in diesem Feld gar nicht zugetraut. Genau deshalb haben wir uns nach unserem Kenter-Streicher ein bisschen über den 29. und 27. Platz geärgert. Aber: Wir haben es für die Final Races in die Gold Fleet geschafft, und das war unser (vorsichtiges) Ziel!

Am Samstag war dann leider wenig Wind – also nicht gerade unsere Lieblingsbedingungen (wir mögen lieber etwas mehr davon). Mit einem 39. und einem 34. Platz machte das am Abend vor dem letzten Regattatag den 41. Platz gesamt. Wir wollten uns am Sonntag nochmal richtig ins Zeug legen, um vielleicht noch den einen oder anderen Platz zu holen. Blöderweise war dann überhaupt kein Wind mehr, so dass keine Wettfahrten mehr zustande kamen. Das Ergebnis vom Samstag blieb also das Endergebnis.

Unser Fazit: Wir haben uns im Gesamtfeld und auch innerhalb unserer Trainingsgruppe gut in der Mitte platziert. Damit sind wir wirklich zufrieden. Toll war vor allem zu sehen, dass wir auch in einem so anspruchsvollen Feld gut über die Startlinie kommen, auf der Kreuz in Höhe und Speed mit den Vorderen mithalten können und auf den Spi-Kursen keine Plätze verlieren. Die Grundlagen stimmen also und mit ein bisschen mehr Erfahrung können wir im nächsten Jahr bestimmt auch taktisch und platzierungstechnisch noch mehr rausholen.

Besonders gefallen hat mir, dass es im Vergleich zu einer kurzen Wochenendregatta mehr Gelegenheit gab, um nach dem Segeln Zeit miteinander zu verbringen. Wir waren gemeinsam mit unserer Trainingsgruppe beim Grillabend der Klassenvereinigung, haben einen Filmabend gemacht und waren zusammen Pizza-Essen. Die IDJM war also auch außerhalb der Regattabahn ein tolles Erlebnis.