Optis beim Lake Garda Meeting

Beim Lake Garda Meeting, ausgerichtet vom Verein Fraglia Vela Riva, handelt es sich um nichts weniger als die mit Abstand größte Klassenregatta der Welt – dieses Jahr haben sich knapp über 1000 Teilnehmer aus rund 40 Nationen aus aller Welt eingefunden. Der FYC war mit Emile, Juan und Eike mit drei Teilnehmern dabei.

Die drei haben sich zuerst in vier Tagen Training (mit einem externen Trainerteam) an die dortigen kräftigen Windverhältnisse und die Wellen gewöhnen können. Der Tag fängt meist mit Vento aus Norden an, und dreht dann mittags auf Ora von Süden, die meist kräftig mit 20 Knoten und dann natürlich auch Welle daherkommt. An einem der Trainingstage ging nicht viel, da die Ora sogar mit knappen 30 Knoten wehte.

An den Regattatagen wurde in fünf Gruppen zu je knapp 200 Booten nacheinander gestartet – alle Teilnehmer verdienen den größten Respekt sich in dem entstehenden Gewimmel zurecht zu finden. Wir hatten einen grenzwertigen Tag mit ca. 25kn und zwei noch segelbare mit ca. 20kn – am letzten Tag, dem Finaltag, an dem die Gruppen nach aktuellem Ranking neu sortiert werden, war etwas weniger, der später noch abnahm, daher konnte nur noch das Gold Fleet und das Silber Fleet gestartet werden, wozu wir dieses Mal noch nicht gehört haben 😉

Es war ein tolles Erlebnis, die Kinder sind glücklich und um viele Erfahrungen reicher. Sie liegen alle dicht zusammen mit Plätzen knapp über 800, was in dem Feld völlig in Ordnung ist, hier ging es ausschließlich um Spaß und die Erfahrungen mit anderen Bedingungen – und vor allem dieser Masse an Booten. Auch das Wetter war größtenteils wirklich gut, das kann dort um diese Jahreszeit auch ganz anders sein. Es war also eine rundum gelungene Veranstaltung.

Jugend am Gardasee

Ein Bericht von Oliver Klocke

Während der zwei Wochen der hessischen Osterferien verbringen vom 28.03.-12.04.2026 vierzehn Jugendliche des FYC mit ihren Familien ihre Ferien am Nordufer des Gardasees.

Maria Häußermann ist schon vor Ferienbeginn angereist und hat vom 28.03.-30.03. am Europa Meeting, ausgetragen mit 81 Booten der Klasse Europe im Criculo Vela Torbole, teilgenommen. Folgen werden Trainingstage bei Harald Weichert (Hawei, Honorartrainer) im Anschluss.

Eike Rudolph, Emile Kadir und Juan Stapff trainieren seit Sonntag mit dem Opti bei Pauline von Hawei und werden mit dieser Betreuung beim 44. Lake Garda Meeting (Circulo Vela Riva) über drei Tage Qualifikationsrennen und einen Finalrenntag bestreiten. An den vier Tagen sind 10 Wettfahrten mit aktuell registrierten 1.006 Teilnehmern aus der ganzen Welt vorgesehen.

Für die 420er hat der FYC zum 2. Male in Folge sein eigenes Training organisiert. Trainer Chris Damm und Jan Henrik Klocke Vazquez haben unser großes RIB, den Blaubär, mitgenommen und trainieren seit heute vier Crews vom FYC: Nicolo und Marcello Lehnert, Lucio Lehnert und Jona Häußermann, Kamil Kadir und Philipp Dressler sowie als aktuell einzige Mädchencrew Vanessa Wack und Arianna Pezzarossa. Zu Beginn der kommenden Woche stoßen noch drei externe Crews hinzu, sodass während des Vortrainings und zur Regatta Lupo Cup (CVT, 08.-11.04.2026) mit aktuell 112 gemeldeten 420ern sieben Boote durch den FYC betreut werden. 

Ein weiterer 420er aus dem Club mit Diego und Elisa Iglesias, wird gegen Ende der Woche mit der saarländischen Trainingsruppe eintreffen und ebenfalls am Lupo Cup teilnehmen. Am 12.04.2026 steht dann die Rückreise nach Frankfurt auch für die 420er an.

IDM 420er am Steinhuder Meer (01.–05. 10. 2025)

von Elisa & Diego, Boot „Feuerblume“ (GER 56105)

Die Internationale Deutsche Meisterschaft der 420er fand Anfang Oktober am Steinhuder Meer statt. Insgesamt waren rund 80 Teams am Start, die in zwei Gruppen segelten. Vor der ersten Wettfahrt mussten wir alle offiziellen Dokumente vorlegen und unser Boot sowie die Segel vermessen lassen. Zum Glück hatten wir rechtzeitig unseren Internationalen Bootsschein (IBS) vom DSV organisiert – das war ganz schön aufregend!

Schon im Sommer hatten wir uns gefragt, ob wir ein Begleitboot brauchen würden. Der See ist nicht so groß wie Kiel, Warnemünde oder der Gardasee, aber wir kannten ihn nicht. Deshalb sind wir Ende August zu einer Regatta am Steinhuder Meer ohne Begleitboot gefahren, um das Revier kennenzulernen. Dort haben wir Platz 8 von 23 erreicht, was uns sehr gefreut hat! Durch diese Erfahrung haben wir uns für die IDM schließlich entschieden, ohne eigenes Begleitboot zu starten. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass wir durch die Kooperation zwischen dem Hessischen Seglerverband (HSeV), bei dem wir Teil der Fördergruppe 420er sind, und dem Saarländischen Seglerverband Unterstützung bekommen haben. Trainer Dirk Frank hat uns am Tag vor der IDM ein Training gegeben und während der Regatta technisch und logistisch unterstützt – besonders an dem langen zweiten Tag, als wir von 9 bis 19 Uhr auf dem Wasser waren.

Am ersten Tag konnten wir zwei Wettfahrten segeln. Wir waren super zufrieden: Im ersten Lauf Platz 19 in unserer Gruppe! Leider wurde die zweite Wettfahrt für uns als UFD (Uniform Flag Disqualifikation) gewertet, weil wir einen Frühstart hatten. Das war echt ärgerlich, denn eigentlich wären wir auf Platz 18 gewesen.

Am zweiten Tag war fast kein Wind, aber die Wettfahrtleitung wollte unbedingt sechs Rennen schaffen, damit die Flotten in Gold und Silber geteilt werden konnten. Deshalb waren wir den ganzen Tag auf dem Wasser und haben gewartet. Am Ende haben wir tatsächlich vier Wettfahrten geschafft. Dadurch waren wir im Silberfleet.

Am Samstag kam viel Wind und Regen, und wir haben keine Wettfahrten mehr gemacht. Stattdessen gab es die Siegerehrung und die Seglerparty. Insgesamt wurden zehn Wettfahrten gesegelt, wir haben am Ende Platz 62 erreicht. Unser Club war mit zwei Booten dabei: wir mit „Feuerblume“ und Nicolo & Marcello im zweiten Boot.

Die IDM ist sicher die wichtigste und anspruchsvollste Regatta der Saison, mit den besten 80 Booten aus ganz Deutschland. Trotzdem haben wir auch in anderen Regatten tolle persönliche Erlebnisse gehabt – zum Beispiel bei der Nikolaus-Regatta am Lohheider See, wo wir trotz Temperaturen um 0 Grad Platz 4 von 18 erreicht haben.

Außerdem freuen wir uns über unseren dritten Platz in der Hessenmeisterschaft (Kombination der Punkte aus Biblis und Krombachtalsperre). Zusammen mit der Nikolaus-Regatta war das ein schöner Abschluss der Saison und gibt uns viel Motivation und Vorfreude für das kommende Jahr.

Opti-Talent-Meeting 2025

Ein Bericht von Lucio Lehnert

Am Wochenende des 02.10.–05.10.2025 konnte ich, Lucio Lehnert (GER 1936), den FYC beim diesjährigen Opti-Talent Meeting vertreten, bei dem aus jedem Bundesland die ersten zwei der Opti-B-Rangliste teilnehmen dürfen. Die Veranstaltung fand dieses Jahr beim Yacht-Club-Nürnberg (YCN) am Brombachsee statt.

Ich reiste schon am Vortag an, denn der erste Tag begann schon sehr früh um 7 Uhr, um die Boote schon vor dem Frühstück aufgebaut zu haben. Nach dem Frühstück mit frischen Brötchen und Brezeln erhielt jeder Teilnehmer noch eine Schwimmweste des Sponsors der Veranstaltung.

Am Vormittag des ersten Tages machten wir einige Wettfahrten, um anschließend in Gruppen eingeteilt zu werden. Die erste Gruppe wurde von Tina übernommen, die zweite von Jan und die dritte von Timo. Ich war in der zweiten Gruppe, punktgleich mit Personen in der ersten Gruppe.

Nachmittags ging es in den Gruppen weiter. Bei meiner Gruppe lag der Schwerpunkt auf Starts. Wir haben viele Starts gemacht und sowohl das Anhalten als auch das rechtzeitige Losfahren an der Linie geübt und verbessert. Nach zwei anstrengenden Wassereinheiten ging es an Land.

Nach dem Abendessen ging es schnell ins Bett, weil uns am Tag danach Frühsport erwartete. Um 7 Uhr wurden wir von lauter Musik geweckt und es ging joggen, gefolgt von Dehnübungen.

Für den Tag war für den Nachmittag Gewitter vorhergesagt, weswegen wir am Vormittag eine sehr lange Wassereinheit machten und dann, als der Sturm kam, reinfuhren, um dann an Land Theorieeinheiten zu machen.

Auch am dritten und letzten Tag ging es wieder um 7 Uhr los. Nach dem Frühstück hatten wir aber weniger Zeit, weil um 14 Uhr schon Schluss war und wir so mehr Zeit auf dem Wasser hatten. Zum Abschluss haben noch alle gemeinsam eine Abschlussregatta gemacht.

An dem ganzen langen Wochenende hatten wir gutes Wetter und auch sehr starken Wind (am letzten Tag 35 Knoten gemessen in einer Böe). Insgesamt hat mir die Veranstaltung sehr viel Spaß gemacht und ich bedanke mich beim YCN und bei der Opti Class GER für die tolle Organisation der Veranstaltung.

FYC Optis an der Krom

Ein Bericht von Christian Rudolph

Nach acht Jahren Pause hat der Segelclub Westerwald, der an der Krombachtalsperre zu Hause ist, wieder mal die Optis eingeladen. Gefolgt sind 13 Opti A und 26 Opti B – auch der Tatsache geschuldet, dass die Krom recht zentral zwischen mehreren ‚Nestern‘ liegt. In 100km Umkreis finden sich etliche aktive Clubs, die gleich mit drei oder mehr Booten angereist sind – wir selbst mit fünf. 

Samstag konnten drei Läufe bei vernünftigem Wind gefahren werden. Die Konkurrenz in Opti B war groß, wie im Moment üblich (die meisten stehen kurz vor dem Umstieg in Opti A), so dass sich unsere Kinder alle zwischen 15. und 22. einsortiert haben. Das war für uns völlig in Ordnung, und wie meistens hatte jeder irgendwo ein persönliches Erfolgserlebnis, was immer motivierend ist. 

Am Sonntag wurden noch zwei schnelle Wettfahrten gesegelt, so dass früh Schluss war. Leider war die Fahrt zur Regattabahn und zurück echt Käse, da sich durch den niedrigen Wasserstand knapp unter der Oberfäche fast durchgängige Algenfelder vor den Stegen befanden – mit wenigen Möglichkeiten zum Durchkommen – in denen sich immer wieder etliche Optis festgefahren haben. Das wurde bei uns auch vermutlich zwei Kindern zum Verhängnis, die zumindest in der ersten Wettfahrt noch Kraut mitgeschleppt haben. Aber gut, so etwas passiert auch nur einmal – Sonntag hatten wir erfreulicherweise auch immer Boote bei den vorderen Startern. Insgesamt hat sich die Situation der Plätze bei den meisten leicht verbessert und untereinander etwas verändert.

Wie immer sind alle zufrieden nach Hause gefahren, natürlich auch weil das Drumherum bei den Optis mit vielen belkannten Kindern, prima Verpflegung und Zelten ja immer ein wenig von Feriencamp hat. Als nächstes freuen wir uns Mitte September auf die Regatta in Langen, wo wir offenbar wieder zu siebt sein werden!