Opti-Talent-Meeting 2025

Ein Bericht von Lucio Lehnert

Am Wochenende des 02.10.–05.10.2025 konnte ich, Lucio Lehnert (GER 1936), den FYC beim diesjährigen Opti-Talent Meeting vertreten, bei dem aus jedem Bundesland die ersten zwei der Opti-B-Rangliste teilnehmen dürfen. Die Veranstaltung fand dieses Jahr beim Yacht-Club-Nürnberg (YCN) am Brombachsee statt.

Ich reiste schon am Vortag an, denn der erste Tag begann schon sehr früh um 7 Uhr, um die Boote schon vor dem Frühstück aufgebaut zu haben. Nach dem Frühstück mit frischen Brötchen und Brezeln erhielt jeder Teilnehmer noch eine Schwimmweste des Sponsors der Veranstaltung.

Am Vormittag des ersten Tages machten wir einige Wettfahrten, um anschließend in Gruppen eingeteilt zu werden. Die erste Gruppe wurde von Tina übernommen, die zweite von Jan und die dritte von Timo. Ich war in der zweiten Gruppe, punktgleich mit Personen in der ersten Gruppe.

Nachmittags ging es in den Gruppen weiter. Bei meiner Gruppe lag der Schwerpunkt auf Starts. Wir haben viele Starts gemacht und sowohl das Anhalten als auch das rechtzeitige Losfahren an der Linie geübt und verbessert. Nach zwei anstrengenden Wassereinheiten ging es an Land.

Nach dem Abendessen ging es schnell ins Bett, weil uns am Tag danach Frühsport erwartete. Um 7 Uhr wurden wir von lauter Musik geweckt und es ging joggen, gefolgt von Dehnübungen.

Für den Tag war für den Nachmittag Gewitter vorhergesagt, weswegen wir am Vormittag eine sehr lange Wassereinheit machten und dann, als der Sturm kam, reinfuhren, um dann an Land Theorieeinheiten zu machen.

Auch am dritten und letzten Tag ging es wieder um 7 Uhr los. Nach dem Frühstück hatten wir aber weniger Zeit, weil um 14 Uhr schon Schluss war und wir so mehr Zeit auf dem Wasser hatten. Zum Abschluss haben noch alle gemeinsam eine Abschlussregatta gemacht.

An dem ganzen langen Wochenende hatten wir gutes Wetter und auch sehr starken Wind (am letzten Tag 35 Knoten gemessen in einer Böe). Insgesamt hat mir die Veranstaltung sehr viel Spaß gemacht und ich bedanke mich beim YCN und bei der Opti Class GER für die tolle Organisation der Veranstaltung.

Absegeln und letzte Regatta 2025

Am 3. Oktober konnten wir bei leichten Winden mit 2 erfolgreichen Wettfahrten unsere letzte Clubregatta durchführen. Erstmals waren gleich 7 Optimisten mit den frischen Inhabern der Jugendsegelscheine am Start. Daher waren gleich 2 Startgruppen erforderlich, um die vielen Boote über die Startlinie zu bringen. Zunächst durften unsere Jüngsten mit den ILCA-Seglern um die besten Plätze an der Startlinie rangeln. Danach dann alle anderen Bootsklassen.

Noch einmal war der Main in voller Breite mit Segeln gefüllt. Eine Perspektive, die manchen Berufsschiffer sicherlich ebenso beeindruckt haben wird, wie auch ängstlich nach der freien Durchfahrt hat schauen lassen. Aber unsere Regelung mit den vorausfahrenden Ordnerbooten sichert den „großen Pötten“ eine freie Durchfahrt, ohne die Regatta zu beeinträchtigen.

Und traditionell wird die offizielle Regattasaison im Anschluss beendet mit dem Einholen des Clubstanders vom Flaggenmast. Das geht natürlich nicht ohne viele Gespräche, Kaffee und Kuchen und weiteren Getränken. So konnte in geselliger Runde die Saison 2025 und die Erlebnisse des Tages vertieft werden. Wir freuen uns bereits jetzt auf die neue Saison 2026.

4. Spieltag der 2. Segel-Bundesliga in Berlin – starke Leistungen trotz Strafpunkten

Ein Bericht von Florentin Muchenberger

Am Donnerstagmorgen um 06:00 Uhr sind wir mit unserem Motorboot auf dem Hänger von Oberursel nach Berlin aufgebrochen. Der frühe Start hatte sich gelohnt: Schon am Nachmittag waren wir im Potsdamer Yachtclub und konnten unseren Trainingsslot vorziehen. Die ersten 1,5 Stunden nutzten wir alleine auf dem Wasser, um unsere Abläufe zu verfeinern. Danach folgten einige Trainingsrennen mit acht weiteren Teams – und wir merkten schnell: Wir sind konkurrenzfähig und vorne mit dabei. Mit diesem guten Gefühl und nach einem gemeinsamen Abendessen blickten wir gespannt auf die kommenden Wettfahrten. Allerdings mussten wir aufgrund eines Meldefehlers mit drei Strafpunkten in den Spieltag starten.

Freitag – solide Auftaktleistungen, schwieriges drittes Rennen

Der erste Renntag begann für uns mit einem 3. und einem 2. Platz – ein starker Start! Im dritten Rennen allerdings machte uns eine Winddrehung und ein komplett neu ausgelegter Kurs zu schaffen. Ohne optimalen Start war es kaum möglich, sich nach vorne zu segeln. Dazu kam ein Kursschiff, das mitten durchs Regattafeld fuhr – am Ende blieb nur Rang 6. Weitere Rennen konnten wir am Freitag nicht mehr segeln.

Samstag – Konstanz bringt uns nach vorne

Der Samstag wurde unser stärkster Tag. Gleich im ersten Rennen des Tages segelten wir vorne mit und konnten diese Konstanz über sieben Rennen halten: drei dritte Plätze und vier zweite Plätze bedeuteten eine beeindruckende Serie ohne Ausreißer nach unten. Damit schoben wir uns in der Tabelle weit nach vorne und schnupperten trotz der Strafpunkte am Podium.

Sonntag – Glück und Pech dicht beieinander

Auch der Sonntag begann vielversprechend. Im ersten Rennen führten wir lange das Feld an, mussten jedoch kurz vor dem Ziel einen Strafkringel drehen – eine Entscheidung, die laut der Seglerbesprechung am Morgen eigentlich gar nicht regelwidrig war. Bitter, aber nicht mehr änderbar. Mit einem zweiten Platz im Folgerennen hielten wir den Schwung, bevor eine Regenfront mit heftigen Böen für schwierige Bedingungen sorgte und uns einen erneuten 6. Platz bescherte. Ein vierter und ein dritter Platz rundeten den Spieltag am Ende dennoch ab.

Fazit

Am Ende landeten wir auf Rang 9. Ohne die drei Strafpunkte wäre sogar ein Platz in den Top 6 möglich gewesen – so teuer sind kleine Formalfehler auf diesem Niveau. Dennoch nehmen wir viel Positives mit: konstante Leistungen, Teamstärke und die Gewissheit, dass wir uns in der Liga etabliert haben.

In der Gesamttabelle liegen wir nun stabil im Mittelfeld. Mit viel Zuversicht blicken wir auf das Saisonfinale Ende Oktober im Berliner Yachtclub – dort wollen wir befreit segeln und einen Haken hinter unsere erfolgreiche erste Saison setzen.

Herbstregatta um das Blaue Band vom Main 

Ein Bericht von Christian Rudolph

Gemäß der alten Regel ‚der zweite schreibt‘ hier noch ein kurzer Bericht zu unserer clubeigenen Regatta am vergangenen Wochenende. Eingefunden haben sich insgesamt sieben ILCA Dinghies (ehem. Laser), die als Klasse gestartet sind, sieben gemischte Jollen, die im Yardstick System gegeneinander angetreten sind, sowie vier Kielboote. Fünf der Teilnehmer kamen aus den beiden benachbarten und befreundeten Segelclubs.

Der Wind war über das ganze Wochenende leider recht mäßig – an sich keine ausreichenden Bedingungen, wir haben aber trotzdem Samstag Nachmittag und Sonntag Vormittag jeweils zwei Läufe absolviert. Leider immer mal wieder mit etlichen Windlöchern, aber der erste Lauf am Sonntag hatte auch mal richtig schön durchstehenden Wind und hat somit den meisten Spaß gemacht.

Die prima Wettfahrtleitung hat (z.B. mit Bahnverkürzungen und Pausen) ihr Möglichstes getan, um möglichst viel zu segeln und trotzdem noch halbwegs faire Bedingungen zu haben. Danke!

Es gewinnen Udo und Wolli die Kielboote auf der bildschönen 4mR, Daniel vom SCN die Jollen – und, da ich ihm nur eine Wettfahrt abnehmen konnte ;), gewinnt Chris sehr verdient die Laser. Und auch das blaue Band für die zeitschnellste Jolle insgesamt! Herzlichen Glückwunsch!

Gemeinsames Grillen samstags abends und sonntags mittags mit den Teilnehmern, Familien und Besuchern hat das Wochenende bei super Wetter komplett gemacht. Danke auch an alle Helfer! 

FYC Optis an der Krom

Ein Bericht von Christian Rudolph

Nach acht Jahren Pause hat der Segelclub Westerwald, der an der Krombachtalsperre zu Hause ist, wieder mal die Optis eingeladen. Gefolgt sind 13 Opti A und 26 Opti B – auch der Tatsache geschuldet, dass die Krom recht zentral zwischen mehreren ‚Nestern‘ liegt. In 100km Umkreis finden sich etliche aktive Clubs, die gleich mit drei oder mehr Booten angereist sind – wir selbst mit fünf. 

Samstag konnten drei Läufe bei vernünftigem Wind gefahren werden. Die Konkurrenz in Opti B war groß, wie im Moment üblich (die meisten stehen kurz vor dem Umstieg in Opti A), so dass sich unsere Kinder alle zwischen 15. und 22. einsortiert haben. Das war für uns völlig in Ordnung, und wie meistens hatte jeder irgendwo ein persönliches Erfolgserlebnis, was immer motivierend ist. 

Am Sonntag wurden noch zwei schnelle Wettfahrten gesegelt, so dass früh Schluss war. Leider war die Fahrt zur Regattabahn und zurück echt Käse, da sich durch den niedrigen Wasserstand knapp unter der Oberfäche fast durchgängige Algenfelder vor den Stegen befanden – mit wenigen Möglichkeiten zum Durchkommen – in denen sich immer wieder etliche Optis festgefahren haben. Das wurde bei uns auch vermutlich zwei Kindern zum Verhängnis, die zumindest in der ersten Wettfahrt noch Kraut mitgeschleppt haben. Aber gut, so etwas passiert auch nur einmal – Sonntag hatten wir erfreulicherweise auch immer Boote bei den vorderen Startern. Insgesamt hat sich die Situation der Plätze bei den meisten leicht verbessert und untereinander etwas verändert.

Wie immer sind alle zufrieden nach Hause gefahren, natürlich auch weil das Drumherum bei den Optis mit vielen belkannten Kindern, prima Verpflegung und Zelten ja immer ein wenig von Feriencamp hat. Als nächstes freuen wir uns Mitte September auf die Regatta in Langen, wo wir offenbar wieder zu siebt sein werden!