Der FYC bei der Hessenregatta

Die diesjährige Hessenregatta auf der Ostsee vom 12. bis 16. Mai brachte perfektes Segelwetter. Bei Sonne pur und mäßigem bis frischem Wind wurden vier Wettfahrten ausgesegelt: Burgtiefe – Gedser – Warnemünde – Neustadt – Burgtiefe. Und der Frankfurter Yachtclub war nach längerer Zeit wieder mit drei Booten am Start und konnte um den Hessencup mitsegeln. Die Skipper und Crews um Michael Liebs (Punta D’Oro), Eckhard Mikulski (Fix) und Josef Oelschläger (Timpe Te) gaben ihr Bestes und konnten so den Platz 3 für den FYC sichern.

Bei der anschließenden Siegerehrung konnte in der Bootshalle in Burgstaaken ausgiebig gefeiert werden und die Anekdoten der Regatta mit anderen Crews ausgetauscht werden. Und natürlich wollen alle auch 2025 wieder am Start sein. Vielleicht dann mit mehr als drei Booten vom FYC, um die Chancen auf den Hessencup zu erhöhen.

Ein perfekter Tag …

… zum traditionellen Ansegeln am 1. Mai. Sommerliches Wetter und ein moderater Segelwind waren perfekte Bedingungen für den Start der Segelsaison. Über 80 Mitglieder und Besucher waren in Vorfreude auf die neue Segelsaison auf dem Gelände.

Nach einer Stärkung durch das Grüne Soße-Essen war es dann soweit und der neue Clubstander wurde durch Konrad Schäfer bei strahlender Sonne auf den – über die Toppen getakelten – Flaggenmast gehisst. Höchste Zeit also für die ungeduldigen Segler, die erste Clubregatta zu starten. Diese gab mit ca. 30 Booten am Start ein prachtvolles Bild auf dem Main.

Für die zahlreichen Zuschauer an Land reichten die Plätze der neuen Außenbestuhlung kaum aus. Für unsere Segler ein erhabenes Gefühl, vor der geschlossenen Zuschauerkette entlang des Ufers ihr Segelkönnen unter Beweis zu stellen. So bot der Tag genug Gelegenheiten zum intensiven Austausch und konnte mit dem anschließenden Grillen sowie dem ein oder anderen Getränk entspannt ausklingen.

Jahreshauptversammlung 2024

Trotz Fasching fanden sich 68 Mitglieder, Anwärter und Eltern jugendlicher Mitglieder zur JHV im Saalbau Sossenheim ein. Nach dem Abhaken der Formalitäten konnten 6 Mitglieder für ihre Vereinsjubiläen geehrt werden. In einem Fall für die 60-jährige Vereinsmitgliedschaft. Dass dies im FYC kein Rekord ist, zeugt für die Bindungskraft des FYC. Darüber hinaus wurde unser Sportwart für seine 15-jährige Tätigkeit als Jugendtrainer mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Einen ersten Höhepunkt hatte der Abend mit der Ehrung der Clubmeister 2023. Diese wurde ausgesegelt in den 6 Clubregatten und der Herbstmeisterschaft des FYC sowie dem Blechdibbe und der Stadtmeisterschaft unserer Nachbarvereine. Glückwunsch an alle Sieger.

Bei den anschließenden Wahlen zu Vorstandpositionen, den Mitgliedern im Ehrenrat und der Kassenprüfer waren allein die Stimmergebnisse eine Überraschung. Alle zur Wahl stehenden Personen wurden ohne Gegenstimme gewählt bzw. wiedergewählt. Ein Zeugnis für die hohe Einigkeit im Verein.

Somit blieb ausreichend Zeit, um das umfangreiche Antragspaket zur zukünftigen Entwicklung des FYC intensiv zu diskutieren und hinterfragen. Basierend auf einer Mitgliederbefragung wurde hierzu seitens des Vorstandes ein ambitioniertes Programm vorgestellt. Die Abstimmungen mit einstimmigen bzw. überwältigenden Mehrheiten für die jeweiligen Anträge zeigte, dass die entwickelte Zukunftsvision auf eine sehr breite Zustimmung stößt.

Neujahrsempfang im FYC

Bereits zum dritten Mal und somit eine Tradition begründend wurde ein Glühweinabend auf unserem Clubgelände veranstaltet. Bei perfektem Winterwetter mit Frost und Schnee schmeckten die Heißgetränke und die frisch zubereitete Gemüsesuppe mit echten Frankfurter Würstchen besonders gut. Als weiterer Schutz vor Kälte diente die Feuerschale sowie der beheizte und neu eingerichtete Jugendraum. Dieser verströmte mit dem Holzausbau eine besonders heimelige Atmosphäre. Und so konnte bei anregenden Gesprächen der Vorfreude auf die anstehende Segelsaison 2024 gefrönt werden.

Très bien ins neue Jahr gesegelt

Marie Conrad und Patrick Zimmermann auf „The Journey“

Dass wir als neue FYC-420er-Crew zusammen segeln, haben wir einem Umsteiger-Training zu verdanken, das im Herbst in Inheiden stattgefunden hat. Da haben wir uns Ende September kennengelernt und uns recht spontan zusammengetan.

In der Saison 2024 haben wir einiges vor, deshalb wollten wir unbedingt frühzeitig gemeinsam Wasserzeit sammeln und bei Wind und Welle trainieren. Wie gut, dass wir uns dem Silvester-Training der Saarländer (LVSS – Landesverband Saarländischer Segler e.V.) anschließen konnten.

Es klingt ein bisschen verrückt, war aber richtig cool: 12 Segler, jede Menge Eltern, sechs 420er und zwei Motorboote haben sich direkt nach den Weihnachtsfeiertagen auf den 1000 km weiten Weg nach Südfrankreich gemacht. In La Ciotat (Nähe Marseille) hatten wir bei der “Société Nautique La Ciotat” an Land und auf dem Wasser tolle Bedingungen.

Bei Temperaturen zwischen 12 und 16 Grad und einer Wassertemperatur von 15 Grad konnten wir an 4 Tagen richtig gut trainieren, unsere Abläufe & Manöver verbessern, den Trimm optimieren und uns dabei mit den anderen Crews messen.
Den einzigen Flautentag haben wir für einen lustigen MoBo-Ausflug nach Cassis genutzt.

Insgesamt waren die ersten Tage mit 2-3 Bft. fast “hessisch”. Aber an Silvester und Neujahr war dann mit knapp 2 Metern Welle bei rund 20 Knoten Wind so einiges geboten. Obwohl wir natürlich noch nicht 100%ig eingespielt sind, hat es schon echt gut geklappt und vor allem richtig Spaß gemacht, auch wenn die Arme abends ein ganzes Stück länger waren.

Auf dem Wasser haben wir mit Trainer Dirk Frank täglich rund 5 Stunden mit Speedvergleichen, Taktik-Tests (auf der Kreuz fuhren einige auf Geschwindigkeit, die anderen auf Höhe … dann konnten wir sehen, was besser aufging), dem Training von langen spitzen Spi-Kursen und vielem mehr verbracht. Auch ein paar Trainingswettfahrten mit der NRW-420er-Gruppe von Gerd Eiermann aus Duisburg, die im benachbarten Bandol untergebracht war, gab es.

Nach dem Segeln sind wir Segler dann gemeinsam durch La Ciotat gelaufen und haben versucht in Bars reinzukommen. Leider wurden wir immer rausgeschmissen, weil wir noch nicht 18 waren. Am Ende sind wir dann doch in einer Wohnung gelandet und haben gemeinsam Spiele gespielt. Am 31. haben wir abends alle zusammen gekocht und ins neue Jahr rein gefeiert. Ein Wiedersehen für uns FYC’ler mit dem Team Saarland gibt es spätestens am Gardasee – da trainieren wir wieder mit.

Unser Fazit: Die Tage in Frankreich haben uns richtig viel gebracht und waren eine gute Vorbereitung für die anstehenden Regatten. Erster Termin ist Anfang März am Baldeneysee.

Die Saison kann also kommen – wir freuen uns drauf. Marie Conrad & Patrick Zimmermann, GER 57282