6 Lupo Cup 2026 am Gardasee

Ein Bericht von Diego & Elisa

Anfang April nahmen wir an der Lupo Cup 2026 im Circolo Vela Torbole am Gardasee teil. Mit über 100 gemeldeten Booten aus vielen Nationen zählt die Regatta zu den wichtigsten internationalen Events der 420er‑Klasse zum Saisonbeginn.

Für uns war es bereits die zweite Teilnahme an der Lupo Cup. Im vergangenen Jahr waren die Bedingungen jedoch eher untypisch für den Gardasee: viel Regen, graues Wetter und vergleichsweise wenig Wind. In diesem Jahr zeigte sich der Gardasee dagegen von seiner klassischen, aber sehr fordernden Seite.

An drei von vier Regattatagen segelten wir bei starkem Wind und ausgeprägter Welle. Besonders die Vorwindkurse mit Spi waren anspruchsvoll und erforderten viel Konzentration sowie gute Absprache untereinander und Arbeit mit dem Boot. Bei der Kreuz dagegen waren die Wellen ein Hindernis, da man sie gut ausfahren musste, um nicht die Geschwindigkeit zu verlieren.

Bilder: © Circolo Vela Torbole / Sail Media Group und © Tina Conrad

Insgesamt konnten zehn Wettfahrten gesegelt werden. Bei so einem großen Pulk ist es besonders wichtig, vorne an der Startlinie zu stehen und rechtzeitig anziehen, um freien Wind zu haben und einen guten Start hinzubekommen. Nach dem Start ging es vor allem darum, die Position zu halten.

Am zweiten Regattatag entschieden wir uns nach einer weiteren sehr anstrengenden Wettfahrt, nicht mehr zur Letzten zu starten. Bei den gegebenen Bedingungen war es wichtig, die eigenen Kräfte realistisch einzuschätzen und sie auch zu schonen, um an den darauffolgenden Tagen weiter segeln zu können. Nicht nur der Wind und die hohen Wellen testeten unsere Ausdauer, sondern auch die Kenterungen während der Wettfahrt, bei denen es wichtig war das Boot aufzurichten und die Wettfahrt zu Ende zu segeln.

Rückblickend war der Lupo Cup 2026 weniger von Ergebnissen als von Erfahrung, Entwicklung und Teamarbeit geprägt. Es hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, auch unter Druck ruhig zu bleiben, Entscheidungen gemeinsam zu treffen und Verantwortung für Boot und Team zu übernehmen.

Wir bedanken uns beim Frankfurter Yachtclub für die Unterstützung sowie beim Circolo Vela Torbole und dem Organisationsteam des Lupo Cups für eine hervorragend organisierte Regatta und die fairen Bedingungen auf dem Wasser und freuen uns auf die nächsten Trainings und Regatten der Saison.